Rituale

Rituale begleiten uns durch das Leben, markieren Einschnitte, Veränderungen und Entwicklungen im Persönlichen und auch im Kollektiven. Die alten Formen der Rituale sind grösstenteils verloren gegangen. Darin liegt die Chance nun gemeinsam neue stimmige Formen zu finden und ins Leben zu rufen. Wir können ganz frei gestalten. Das ist ein grosses Geschenk, denn wenn wir wirklich frei sind, können wir auf unsere innere Stimme und Intuition hören. Ein Ritual wird somit ein Heiliger Moment und eine ganz individuelle Erfahrung.

 

 

 

 

 

Gestaltung von Ritualen

* Hochzeit

* Begrüssung / Taufe

* Übergangsriten

* Abschied

* Vergebung

* Jahreskreisfeste

 


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Hochzeitsritual

 

Die innige Verbindung zweier Menschen ist ein Versprechen, das auf vielen Ebenen stattfindet. Mit einem schamanischen Ritual werden alle Ebenen angesprochen und aktiviert: die gemeinsamen "weltlichen" Vereinbarungen, die Gefühle und Emotionen, die feinstofflichen und seelischen Verbundenheiten. Das Ritual bekräftigt und segnet die Beziehung der beiden Menschen auf ganz individuelle Weise.

 

Reinigende Räucherungen des Paares, der Ringe oder der gemeinsamen Wohnung können ausgeführt werden, die gemeinsame Meditation der Hochzeitsgesellschaft ist ein sehr kraftvolles Moment, in das auch Menschen ohne "spritiuelle Vorkenntnisse" wundervoll eintauchen können, Musik, Gesang, Klangschalen, Trommeln, Tanz können eingesetzt werden, das Sprechen von Ehegelübden laut oder flüsternd, das Segnen des Paares und der Ringe, das Ausbringen von Segenssprüchen sind heilige kraftspendende Momente.

 

Wir sind frei in der Gestaltung und im Wünschen. Der Kreativität steht alles offen, wenn es für das Paar stimmig ist. Wichtig für die Gestaltung der Zeremonie sind die authentische Wahrnehmung und die Offenheit der Herzen. In der Vorbereitung wird vieles schon durch Hineinfühlen und inneres Wahrnehmen deutlich, so dass die "Ritual-Findung" ein intuitives liebevolles Geschehen ist, das Wege öffnet, Aufregung abbaut und Gemeinsamkeit schafft. Die Kraft der authenischen Wahrnehmung und die Kraft der Liebe gestalten letztlich das Ritual, die Beteiligten lassen sie ins Fliessen und Fühlen kommen und auf diese Weise Gestalt annehmen.

 

 

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Abschied

 

Trennung, Tod, Trauer, das Ende einer Lebensphase sind Situationen, die wir nicht herbeiwünschen und doch sind sie ein ganz "normaler" Bestandteil unseres Lebens. Da wir vergessen (oder verdrängt) haben, mit diesen Situationen rituell und sinn-erfüllt umzugehen, entsteht eine ernstzunehmende Lücke. Wenn wir begreifen, das Leben wieder zyklisch wahrzunehmen, fällt es vielleicht ein bisschen leichter ein "Ende" anzunehmen. Ende auf der Ebene unserer gewohnten Wahrnehmung, einer erhofften Normalität, die im tieferen Sinn vielleicht gar keine ist.

 

Indem wir Abschiede bewusst wahrnehmen und sie rituell gestalten, können wir Kraft schöpfen. Ein begleitetes Totenbett, ein Vergebungsritual, ein bewusster friedenstiftender Abschied aus einer Beziehung schaffen einen Rahmen für Würde, Respekt und Selbstwahrnehmung, der uns hilft, die Gefühle der Trauer, Wut und Angst wirklich zu fühlen. Abschiednehmen, Vergebung, Loslassen ermöglichen dann auch einen Neuanfang ohne zu vergessen und zu verdrängen.

Ich begleite spirituell-energetisch alle Situationen von Abschied, jedoch nicht auf medizinischer oder rein psychologischer Ebene.

 

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Jahreskreisfeste

 

Indem wir Jahreskreisfeste begehen, ehren wir das Leben und Mutter Erde und besinnen uns auf die Natur und den immerwährenden Kreislauf. Wir können uns bewusst machen, dass alles da ist und dass wir Teil des grossen Ganzen des Lebens sind. Durch die jahreszeitlichen Zeremonien können wir die Schwingung in unserem eigenen feinstofflichen Feld und die in unserem Umfeld anheben. Wir können uns mit den Aspekten und Qualitäten der jeweiligen Jahreszeit verbinden und sie erfahren. Das äussere Geschehen und die energetischen Prozesse spiegeln sich im Innen wider, die Abläufe in der Natur finden sich im Lebenszyklus des Menschen wieder wie die unendliche Spirale des Werdens, Vergehens und Wiederkommens.

Dadurch, dass wir uns der Energien und Kräfte in der Natur bewusst werden und ihnen in diesen Ritualen Ausdruck verleihen, schaffen wir Verbundenheit von Innen und Aussen.

 

Das Heilige Rad

Imbolc - Das Erwecken - Lichtfest * 1./2. Februar

Ostara - Das Spriessen - Frühlings Tag- und Nachtgleiche * 21. März

Beltane - Das Blühen - Walpurgisnacht * 30. April / 1. Mai

Litha - Das Glitzern - Sommersonnenwende * 21. Juni

Lammas - Die Fülle - Schnitterfest * 1. August

Mabon - Die Ernte - Herbst Tag- und Nachtgleiche * 21. September

Samhain - Das Dunkelwerden - Ahnenfest * 31. Oktober / 1. November

Yule - Die Stille - Wintersonnenwende * 21. Dezember

Rauhnächte - Zwischen den Jahren * die 12 Nächte zwischen 25./26. Dezember und 5./6. Januar